Lyrik: Laut oder leise

Nr. 2 –

Ein posthum erschienener Gedichtband von Endo Anaconda zeigt, wie fliessend die Grenze zwischen Song und geschriebener Lyrik bei ihm war.

Portraitfoto von Endo Anaconda
Beim Lesen seiner Schlaflieder, Liebesgedichte und Seuchentexte glaubt man, 
seine unverkennbare Stimme zu hören: Endo Anaconda.
Foto: Joan Minder

Manchmal meint man, ihn rufen zu hören: Mohnblumenträume! Satansbraten! Weil dieses Rufen von Endo Anaconda aus den vielen Jahren mit seiner Band Stiller Has noch im Ohr liegt, und nicht nur das: sein klarer und kräftiger, auch zärtlicher Gesang, die unterschiedlichen Register, die am richtigen Ort übertriebenen Betonungen, die lang gezogenen Vokale. Endo Anacondas posthum veröffentlichter Lyrik ist anzumerken, dass sie auch laut gelesen funktioniert hätte oder sowieso so gemeint war.

Um diesen Artikel zu lesen, haben Sie drei Möglichkeiten:

Jetzt die WOZ abonnieren Login (für Abonnent:innen) App laden und Einzelausgabe kaufen