Jazz: Bodenlose Lücken
Vielleicht ist das der elementarste Gedanke, den man sich zu Musik überhaupt machen kann: Es ist die Stille, die alle Musik ermöglicht und schützt. JJJJJerome Ellis erzählt gerade, wie immer wieder auf diesem Album, von der eigenen Arbeitsweise, genauer der Granularsynthese. Bei diesem Verfahren wird Klang in sehr kurze Fragmente zerteilt, quasi akustische Pixel, die beliebig kombiniert und bearbeitet werden. Die so von Ellis erzeugten Klangflächen tragen unverkennbare Spuren ihres Ursprungs – Flöten, Hackbrett oder Saxofon –, klingen aber auf eine Weise fremd und entrückt, wie nur ein Computer sie erzeugen kann: eine Art digitales New Age. Als definierter Raum zwischen den Fragmenten ist die Stille vollends kontrollierbar, doch für Ellis zeigt sie sich auch als Kontrollverlust, der gemeinhin als Behinderung gilt: Ellis stottert.