Austerität: Wo sich Faschismus und Liberalismus treffen

Nr. 7 –

Regressive Steuern, hohe Zinsen, Deregulierung: Austerität ist kein Versehen, sondern ein Instrument zur Disziplinierung – und zur Stabilisierung eines wankenden Kapitalismus, erklärt die italienische Ökonomin Clara Mattei.

Portraitfoto von Clara Mattei
Untersucht die Dreifaltigkeit der Austerität: Clara Mattei. Foto: Helia Jafarzadeh, Brumaire Verlag

Anfang 2023 rechnete die Entwicklungsorganisation Oxfam vor: Für jeden US-Dollar, den die bezüglich Vermögen unteren neunzig Prozent der Menschen seit 2020 weltweit dazuverdient hatten, nahm ein:e Milliardär:in im selben Zeitraum 1,7 Millionen ein. 2024 gab es 2769 Milliardär:innen auf der Welt, die ihre Vermögen allein in jenem Jahr um zwei Billionen US-Dollar vermehrten – 5,7 Milliarden pro Tag. Gleichzeitig lebt gemäss jüngsten Weltbank-Zahlen annähernd die Hälfte der Weltbevölkerung von weniger als 6,85 Dollar am Tag. So besitzen die zwölf reichsten Milliardär:innen heute mehr Vermögen als die ärmere Hälfte der Menschheit – vier Milliarden Menschen. Und über zwei Milliarden sind von Ernährungsunsicherheit betroffen.

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