Gentechnik: Viel in der Pipeline, nichts auf dem Acker
Neue gentechnische Verfahren sollen klar reguliert werden: Das fordert die Lebensmittelschutz-Initiative, die nächste Woche eingereicht wird. Ist das nötig? Und überhaupt noch möglich?
Martin Graf könnte eigentlich den Ruhestand geniessen. Aber der 71-jährige Agronom, der von 2011 bis 2015 für die Grünen im Zürcher Regierungsrat sass, hat anderes zu tun. Er ist an einer Firma beteiligt, die in Tansania den ökologischen Landbau fördert. In der Schweiz engagiert er sich in der gentechkritischen Organisation Gen Au Rheinau. Und er ist Präsident des Vereins, der die Lebensmittelschutz-Initiative lanciert hat. Diese wird am 27. Februar eingereicht und fordert eine klare Regulierung der sogenannten neuen Gentechnik: von Methoden wie der «Genschere».