Wichtig zu wissen : Offene Korruption
Ruedi Widmer über Familienpolitik
Deutschland erlebt gerade die sogenannte Verwandtenaffäre (auch Verwandtenbeschäftigung). Es geht darum, dass viele AfD-Abgeordnete ihre Familien nachziehen – direkt in die Ämter und Schaltstellen der Partei, aber auch der Länder. Da kommt es gerne vor, dass Onkel und Tante des Abgeordneten fleissig mithelfen im Parlamentarierbüro im sachsen-anhaltinischen Landtag und dafür gutes Steuergeld erhalten. Dort zum Beispiel hat der durchschnittliche AfD-Mann bis zu sieben persönliche Mitarbeiter:innen, oft direkte Verwandte (Grosseltern), auf Kosten der Allgemeinheit angestellt, im Gegensatz zur CDU, deren Abgeordnete mit durchschnittlich drei Personen auskommen. Das ist in einem traditionellen kleinbürgerlichen Familienbetrieb wie der AfD auch nicht erstaunlich, da helfen alle in Haus und Hof mit, wo es doch sonst schon keine Arbeit gibt. Kleingewerbe statt Visionen, das erdet den Landtag und auch den Bundestag auf Blut und Boden.