Frankreichwahl : Unglücklicher Alleingang
In einem Jahr wählt Frankreich ein neues Staatsoberhaupt, nun steht der erste Kandidat fest: Jean-Luc Mélenchon von der Linkspartei La France insoumise (LFI) will ein viertes Mal antreten. Eine Überraschung ist das nicht – und leider auch keine gute Nachricht für Frankreichs Linke. Der Traum von einer gemeinsamen Kandidatur ist damit vollends geplatzt, die Chancen einer Kandidatur ohne LFI – sollten sich die übrigen Linksparteien darauf einigen können – sind wohl bescheiden.
Mélenchons Aussichten auf einen Sieg stehen zudem schlecht. Provokante Aussagen, hochumstrittene Positionen und Antisemitismusvorwürfe machen ihn für viele Französ:innen unwählbar. Problematisch wäre das vor allem in der Stichwahl: Jordan Bardella, dem wahrscheinlichen Kandidaten des rechtsextremen Rassemblement National, wäre er dort laut Umfragen klar unterlegen.