Wohnpolitik : Unruhe auf dem Immobilienplatz
Ein bisschen weniger Markt, ein bisschen mehr Schutz: Im Kanton Zürich wird am 14. Juni gleich über zwei wohnpolitische Initiativen abgestimmt.
Die «Sugus»-Häuser im Zürcher Kreis 5. Florian Bachmann
Im Kanton Zürich prallen am 14. Juni gegensätzliche Erzählungen in Form von Initiativen aufeinander. Bekanntlich ist da zum einen jene der SVP auf Bundesebene, wonach die Zuwanderung in der Schweiz die Mutter aller Probleme sei: schuld nicht nur an vollen Zügen und Strassen – sondern insbesondere auch an den seit Jahren über die Schmerzgrenze hinaus ansteigenden Wohn- und Mietkosten. Die trügerische Antwort der SVP: eine Begrenzung der «ständigen Wohnbevölkerung» auf zehn Millionen, um angeblich die Nachfrage nach Wohnraum zu drosseln. Als bräuchten temporär anwesende Menschen, die in der Schweiz weiterhin Wirtschaft, Pflege- und Gesundheitswesen in Schwung zu halten hätten, kein Dach über dem Kopf.