Tipp der Woche: Eintauchen ins Gewebe
Man solle die Fäden anschauen und «nicht auf ihnen sitzen oder gehen». Sie wolle erreichen, dass diese Fäden «zu einer eigenen Sprache finden». So knapp beschrieb die 1994 im US-Exil verstorbene deutsche Bauhausexponentin Anni Albers einst ihr künstlerisches Programm. 1949 erhielt sie als erste Textilkünstlerin überhaupt eine Einzelausstellung im New Yorker Museum of Modern Art. Ihre farbigen Webmuster sind bis heute eine Entdeckung. Vor allem, wenn man die eigenwilligen Wege dieser Fäden aus nächster Nähe betrachtet.
Anni Albers: «Constructing Textiles» in: Bern Zentrum Paul Klee, bis 22. Februar 2026. www.zpk.org