Nr. 38/2010 vom 23.09.2010

Medien

Als Medienminister ist es mir strikte verwehrt, für ein bestimmtes Presseprodukt zu werben (woraus Sie immerhin indirekt schliessen dürfen, dass ich die neue WOZ gar nicht so schlecht finde ...).

Moritz Leuenberger, Bundesrat

Bedeutet das neue Logo, dass die WOZ jetzt zackiger, eckiger und kantiger daherkommt? Die Deutlichkeit und Aufgeräumtheit des neuen Layouts gefallen mir. Auch wenn ich als Winterthurerin Ruedi Widmers hervorragende Zeichnungen auf der ersten Seite vermisse. Der Inhalt zeigt, dass es die WOZ mehr denn je braucht: Die Hintergrundberichte über Island oder die Firma Transocean, die kritische Auseinandersetzung mit dem «Nagelhaus» in Zürich – das sind Texte, die man gerne liest, die es für eine informierte Meinungsbildung braucht. Denn die WOZ ist und bleibt nicht nur eine linke, sondern auch eine durch und durch politische Zeitung. Und mehr Politik wäre in der heutigen Medienlandschaft nötig.

Jacqueline Fehr, SP-Nationalrätin

Das neue Kleid ist gefällig, modern und ansprechend. Ich wünsche der WOZ, dass sie anregend bleibt und nicht dem Mainstream verfällt.

Karin Keller-Sutter, Regierungsrätin

Sehr schön, ruhig, lesefreundlich – der Neuauftritt ist die Antithese zum Freistil-Layout der Gründerjahre. Und ein grafischer Quantensprung, der für die hausinterne Kultur spricht. Sollten dereinst die Themen und Zugänge noch eine Spur überraschender und wir als Feindbild auf Lebensgrösse reduziert werden – dann wird die WOZ (vielleicht zu?) perfekt sein.

Res Strehle, Chefredaktor «Tages-Anzeiger»

Gratulation zum gelungenen Relaunch der WOZ. Für meinen Geschmack zwar etwas luftig und zeitlos, dennoch bin ich zuversichtlich, dass die WOZ diese bedrohliche Leere mit schweren, in die Tiefe recherchierten, brillanten Texten füllt. Wenn die WOZ nicht die beste linke Zeitung wäre, müsste sie es werden.

Markus Somm, Chefredaktor «BaZ»

It’s not black and white anymore ...

Thomas Ott, Zeichner

Mit riesiger Freude habe ich die neue WOZ mehrmals, erst zögerlich, angeschaut ... Es ist eine wunderschöne Zeitung, supercool!

MC Anliker, Café Bar Mokka, Thun

Auf diesen Moment haben alle WOZ-LeserInnen lange gewartet: Endlich gibt es auch in der WOZ farbige und doppelseitige Werbeschaltungen. Endlich finden wir auch in der WOZ Produkte, ohne die wir, in unserem Nichtwissen über deren Existenz, schon lange depraviert und erbärmlich zugrunde gingen. Deshalb, liebe WOZ, bedanke ich mich dafür, dass mein Leben jetzt wieder einen Sinn erhalten hat und ich endlich rund um die Uhr Swisscom Digital TV glotzen kann.

Klingsor Reimann

Schön, die neue WOZ! Nur die Hoffnung, dass sich die Redaktion auch von der Gross-I-Schreibung verabschiedet, hat sich nicht erfüllt. Es gibt doch mittlerweile kreative Lösungen, um zu zeigen, dass die Welt nicht nur aus Männern besteht. Etwa, indem man Frauen auch im Inhalt gleichwertig behandelt. «Altherren im Internet» heisst es zum Beispiel im Kommentar zum «Journal 21». Und: «Autorenliste», nicht WOZ-gerecht «AutorInnenliste». Obwohl unter den Altherren auch einige jung gebliebene Frauen zu finden sind. Nun, man soll die Hoffnung nie aufgeben, so habe ich trotzdem ein Probeabo bestellt.

Ein alter Herr, Emil Zopfi

Seit Wochen wurden wir LeserInnen auf die neue WOZ gluschtig gemacht: Hinweise und viele Interviews mit Mitarbeitenden verhiessen Sensationelles. Und nun haben wir die neue WOZ in der Hand. Da ist alles bestens: das Layout, die Farbe, die neue Gliederung, die bessere Lesbarkeit mit vier Spalten, Raum für längere Artikel (wo sinnvoll) und so weiter. Das alles erfüllt die geschürten Erwartungen. Meistens. Im Ganzen sehr gefällig und gelungen. Aber das neue Logo!? Entweder ist das Steinzeit – oder ein Praktikant hat irgendwie geschnallt, dass man Buchstaben auch mit dem Lineal zeichnen kann.

Hartwig Roth

Herzliche Gratulation zum neuen Erscheinungsbild! Im Gegensatz zu anderen «aufpolierten» Presseerzeugnissen habt ihr gründlich aufgeräumt. Das Resultat hat mich sehr positiv überrascht! Anderseits hat das grassierende Zusammenkleben-in-nur-zwei-oder-drei-Bünden nun auch auf die WOZ übergegriffen, was die Übersicht ein bisschen schmälert.

Alan Hawkins

Herzliche Gratulation zum Relaunch der WOZ, gefällt mir sehr gut! Ich wünsche dem WOZ-Team viele neue LeserInnen und Anzeigen en masse.

Werner Baumann

Wenn ich darf, noch ein Wort zum neuen Layout der WOZ. Gesamteindruck: sehr gelungen, frisch, schnittig, progressiv – bravo! Negativ: Das Titellogo fällt seltsam auf und ab – erinnert an Siebziger-Jahre-Design in der DDR (!) – musste das sein? Ich bin zwar eigentlich Architekt und nur hobbymässig grafisch tätig, aber sogar ich hätte euch in einem Abend Arbeit einen schöneren Titel gestaltet. Sorry!

Samuel Scherrer

Das Logo der WOZ wirkt bedrohlich amateurhaft, als wäre ein Hobbygrafiker aus den siebziger Jahren am Basteln gewesen. Typografie, Überschriften und Lauftext: besser. Wobei diese Schrift im Lauftext eine gewisse unruhige Ausstrahlung hat. Bilder: Warum bringt nun auch die WOZ posterartige, riesige Bilder? Sie kommt daher wie eine Sonntagszeitung. Der Layoutumbau war zu grob, zu stark und geriet zu bildlastig.

Mit Sorgenfalten auf der Stirn und leichter Hoffnung, dass Nivellierungen noch möglich sind, wünsche ich euch nur das Beste.

Urs Heinz Aerni

Die WOZ wird in ihrem 30. Jahr tatsächlich erwachsen – aber nicht, weil ihre Macherinnen und Macher heute älter oder weniger links wären, sondern im Sinne einer nüchternen Einsicht in die beschränkten eigenen Möglichkeiten.

«Basler Zeitung»

Viel Farbe prägt sie und grosszügige Bilder. Weissraum gibt den Texten deutlich mehr Luft zum Atmen. Die etwas altmodische Strenge der heutigen WOZ weicht einem frischen Variantenreichtum.

«St. Galler Tagblatt»

Die Zeiten sind vorbei, als die WOZ ein düsteres Kampfblatt war. Als habe Tageslicht erstmals die Redaktionsräume durchflutet, mutete das neue Blatt an. Viel solider, gut gemachter Journalismus also, mit einigen Perlen (zum Beispiel der Kommentar «Mehr Männer in den Bundesrat!») – das Überraschende, das Freche ist allerdings Mangelware. Die WOZ ist zwar schön und seriös geworden, aber auch etwas bieder, zumindest in der ersten Ausgabe. Ecken und Kanten sind vor allem im neuen Logo zu erkennen, das nicht so recht zur wohlgestalteten Zeitung passen möchte.

tagesanzeiger.ch

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