Nr. 22/2013 vom 30.05.2013

Ausgezeichnetes Gamedesign

Von Fredi Bosshard

Florian Faller, Adrian Stutz und Mario von Rickenbach sind unorthodoxe Gamedesigner. Sie sind in der Vergangenheit mit Spielen aufgefallen, bei denen nicht Punktesammeln und Levels-Aufsteigen im Zentrum stehen. «Feist», ein von Faller und Stutz gemeinsam entwickeltes Game, dreht sich um ein kleines, pelziges Wesen, das in eine dynamische Spielwelt eingebunden ist. Diese ist von vielen autonomen Kreaturen bewohnt, die wie Feist auf der Jagd nach Nahrung sind. Spielerisches Erkunden, Ausprobieren, Erfahrungen sammeln im Rahmen einer Geschichte – das steht für die SpielerInnen im Zentrum.

Von Rickenbach hat mit «Mirage» ein Spiel geschaffen, das an eine surreale Welt erinnert. Seine Spielfigur beginnt ihre Reise als Zylinderhut in einer submarinen Umgebung. Im Verlauf des Spiels kann sie weitere Körperteile dazubekommen und sich so zusätzliche Fähigkeiten aneignen.

Die drei Gamedesigner haben heuer für ihre Arbeiten, die neue Wege im Gamedesign aufzeigen, den mit 35 000 Franken dotierten Kulturförderpreis der Alexander-Clavel-Stiftung erhalten, der seit 1983 KünstlerInnen aus unterschiedlichen Sparten verliehen wird. Faller, Stutz und von Rickenbach haben das Preisgeld genutzt, um ihre bereits vorhandenen Spiele zu verfeinern und gemeinsam ein neues zu entwickeln. Sie nennen es «Bits and Beasts», und es wird erstmals im Rahmen der Preisverleihung am 6. Juni und bei der gleichnamigen interaktiven Ausstellung präsentiert. «Bits and Beasts» ist ein Spiel für mehrere SpielerInnen, das gemeinsame Interaktion, Kooperation und gegenseitige Rücksichtnahme erfordert.

Die Ausstellung «Bits and Beasts» wird am Donnerstag, 6. Juni 2013, in der Villa Wenkenhof in Riehen um 19 Uhr mit der Preisverleihung eröffnet. Sie ist vom 7. bis 9. Juni zwischen 14 Uhr und 18 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet.

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