Nr. 51/2013 vom 19.12.2013

Energieeffizienz und Weihnachten

Von Stephan Pörtner

Der kürzeste Tag des Jahres ging wie meist im Weihnachtstrubel unter. Kaum jemand beging ihn mit der ihm zustehenden Achtung und Würde. Allenfalls die von ihm bedingte längste Nacht fand hier und da Erwähnung, aber meist in so bodenlosen Zusammenhängen, dass es besser war, nicht darüber nachzudenken. Dabei war die fast gänzliche Abwesenheit eines Tages, trotz kalendarischer Präsenz und Gültigkeit, ein rarer Segen. Professor Zinkweiss hatte 1988 schon nachgewiesen, dass es ungleich energieeffizienter gewesen wäre, anstatt die Sommerzeit einzuführen, die Tage generell um eine Stunde zu kürzen, da Tage, je länger sie dauern, desto schädlicher für Mensch und Umwelt sind.

Stephan Pörtner ist Krimiautor («Köbi der Held», «Stirb, schöner Engel») und lebt in Zürich. Im Juni ist sein neuer Krimi «Mordgarten» erschienen, der in der Siedlung einer Wohnbaugenossenschaft spielt und unter www.woz.ch/shop/buecher erhältlich ist. Für die WOZ schreibt er Geschichten, die aus exakt 100 Wörtern bestehen. www.stpoertner.ch

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