Nr. 43/2014 vom 23.10.2014

Welche Klänge stecken in Daten?

Man kann heute relativ leicht Klangverläufe aus wissenschaftlichen Daten oder Modellen generieren. Dabei entstehen oft unerwartete musikalische Wendungen, von denen ich mich überraschen lasse. Besonders spannend ist es, wenn sich auch WissenschaftlerInnen fragen, ob in ihren Daten etwas steckt, das sich besser oder gar überhaupt erst über deren Sonifikation vermittelt. In manchen komplexen Messungen, etwa in der Teilchenphysik, wissen die ForscherInnen vielleicht zunächst gar nicht, was ihre Daten bedeuten. Was ergibt sich dann für den jeweiligen Erkenntnisprozess? Was entsteht bei einem Kurzschluss der verschiedenen Zeichensysteme von Musik und Wissenschaft? So komme ich bei meiner Arbeit auch mit NichtmusikerInnen ins Gespräch.

Marcus Schmickler arbeitet als Komponist, 
Musiker und Produzent in zahlreichen Elektronika-, Theater- und Filmprojekten.

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