Nr. 49/2018 vom 06.12.2018

Chabis für zwei

Von Renée Gruber

Weisser Chabis hat ein Imageproblem. In den Gemüseregalen liegt er meist, schon fast versteckt, ganz zuunterst, sodass man ihn suchen und sich nach ihm bücken muss. Wie wenig dieses Gemüse geschätzt wird, zeigt sich auch in der Umgangssprache: «Was erzählst du denn da für einen Chabis?» oder gar «Mach keinen Chabis!».

Doch selbst für den gemeinen Chabis besteht Hoffnung. So hat etwa der Federkohl den Sprung vom Armeleutegemüse zum Superfood geschafft. Wenn auch unter dem Namen «Kale».

Weisschabis ist ganzjährig erhältlich, lässt sich gut lagern, braucht keine Extraverpackung, ist günstig und ein einheimisches Produkt. Chabis kann sowohl roh wie gedünstet oder geröstet verwendet werden. Auch fermentieren geht.

Grundrezept für zwei Personen

  • 250 g Risottoreis
  • 1 Chabiskopf, circa 250 g, ohne dicke Rippen, in feine Streifen geschnitten
  • 8 dl Gemüsebrühe, gut gewürzt
  • 20 g Butter
  • 1 Zwiebel, fein gehackt
  • 2 dl Weisswein, trocken

Den Chabis in der Gemüsebrühe circa zehn Minuten blanchieren, Gemüsebrühe abgiessen und beiseitestellen. Zwiebel in Butter andünsten, Reis beifügen, weiterdünsten, mit Wein ablöschen und einkochen lassen, Gemüsebrühe nach und nach beigeben. Nach halber Kochzeit die Chabisstreifen dazugeben und den Risotto fertig garen. Je nach Vorliebe mit geriebenem Parmesan bestreuen. LiebhaberInnen von Kümmel dünsten mit der Zwiebel etwas Kümmel mit. Junger Chabis und Spitzchabis können auch unblanchiert, aber fein geschnitten mitgedünstet werden.

Mit einem Rest lässt sich eine Chabisrisottosuppe machen.

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