Nr. 37/2021 vom 16.09.2021

Gegen den Strich

Von Stephan Pörtner

Es gibt Gegenden, in denen das Gegen dominiert. Gegen die man sich sträubt, die einem, obwohl als schöne und beliebte Ausflugs- und Feriendestinationen bekannt, gegen den Strich gehen. Wie es kommt, dass nicht jede Person mit jeder Gegend kompatibel ist, warum man sich geradezu als Fremdkörper in der einen und zu Hause in der andern fühlt, ist nicht erforscht. Weil sich Gegenden nicht an Landesgrenzen halten, kann es sein, dass man sich Tausende Kilometer entfernt wohl, im Nachbarkanton aber unwohl fühlt. So ist es schwierig, dem weitverbreiteten Wappen-T-Shirt-Patriotismus anzuhängen, zumal auch dessen AnhängerInnen Teile des Landes, etwa die Städte, verachten.

Stephan Pörtner ist Krimiautor («Köbi der Held», «Stirb, schöner Engel», «Mordgarten») und lebt in Zürich. Im Herbst 2019 ist sein neuster Köbi-Krimi, «Pöschwies», im Bilgerverlag erschienen. Für die WOZ schreibt er Geschichten, die aus exakt 100 Wörtern bestehen. Eine Auswahl unter dem Titel «100 Mal 100 Wörter» sowie «Mordgarten» und «Pöschwies» sind im WOZ-Shop www.woz.ch/shop als Buch erhältlich.

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