Nr. 51/2021 vom 23.12.2021

Reiche Leute stehen doch nicht an

Von Stephan Pörtner

Die langen Schlangen vor den Filialen der Luxusgüterläden an der Luxusmeile gaben zufällig vorbeischlendernden Pausenmacher:innen eine Reihe Rätsel auf. Waren es reiche Leute, die sich diese überteuerten Dinge leisteten, oder mittelständische, die für reich gehalten werden wollten? Oder waren es ärmere Leute, die für reiche Leute anstanden, weil reiche Leute eben nicht anstehen, wo kämen wir da hin, man ist doch nicht reich, um am Haupteingang anzustehen, reich ist man, um durch die Hintertür hereingelassen und mit exklusiven Angeboten bedacht zu werden, die dem gemeinen Pöbel vorbehalten bleiben. Oder sind vor den Pforten des Hauses Vuitton tatsächlich alle Menschen gleich?

Stephan Pörtner ist Krimiautor («Köbi der Held», «Stirb, schöner Engel», «Mordgarten») und lebt in Zürich. Im Herbst 2019 ist sein neuster Köbi-Krimi, «Pöschwies», im Bilgerverlag erschienen. Für die WOZ schreibt er Geschichten, die aus exakt 100 Wörtern bestehen. Eine Auswahl unter dem Titel «100 Mal 100 Wörter» sowie «Mordgarten» und «Pöschwies» sind im WOZ-Shop www.woz.ch/shop als Buch erhältlich.

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