Kommentar von Jan Jirát : Kyjiw statt Birr

Nr.  47 –

Ausgerechnet die Grünen blieben in der Debatte um das Reservekraftwerk in Birr (siehe WOZ Nr. 45/22) lange Zeit still. Dabei müsste die Errichtung neuer fossiler Infrastruktur für eine ökologisch geprägte Partei unbedingt eine rote Linie markieren. Doch die über den Sommer von der Bundesverwaltung mantraartig wiederholte Gefahr einer möglichen Strom- und Energiemangellage liess die Grünen verstummen. Mittlerweile hat sich die Situation im Energiebereich, wo Importabhängigkeiten bestehen, aber entspannt: Die Gasspeicher in den umliegenden Ländern sind gut gefüllt, weil das russische Gas weitgehend durch Flüssiggas (LNG) aus anderen Quellen ersetzt werden konnte, in Frankreich sind wieder mehr AKWs am Netz als in den Sommermonaten, und die Schweizer Speicherseen weisen ebenfalls gute Füllstände auf. Anfang November publizierte das Bundesamt für Energie (BFE) eine Studie, die aufzeigte, dass in der Schweiz eine Stromunterversorgung im beginnenden Winter unwahrscheinlich ist.

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