Tagebuch: Hätte sie das gewollt?

Nr. 4 –

Die vier Jahre nach Joan Didions Tod unter dem Titel «Notizen für John» veröffentlichten Therapieprotokolle der Autorin sorgen für Diskussionen.

Portraitfoto von Joan Didion
Joan Didion: Bei einer Autorin ihrer Grösse war voraus­zusehen, dass der Nachlass früher oder später auf dem Ladentisch landen würde. Foto: Sonia Moskowitz, Imago

Eine ernst in die Kamera blickende Joan Didion, die Arme verschränkt, als wolle sie die Betrachter:innen auf Distanz halten. Die in kühle Farben getauchte Fotografie stammt von Annie Leibovitz, einer der bekanntesten lebenden Porträtfotograf:innen. Äusserlich kommt das kürzlich auf Deutsch erschienene Buch «Notizen für John» anders daher als Didions sonstige Bücher, mit seiner ungewohnt schlichten Typografie und den gedämpften Farben. Und es verweigert sich auffallend jeder Vermittlung. Kein Klappentext, keine namentlich erwähnte Herausgeber:innenschaft – als käme dieses Buch aus dem Nichts.

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