Zusammenhalt in Sarajevo: Die Hand bleibt ausgestreckt

Nr. 4 –

Jakob Finci rettete während des Bosnienkriegs wohl Tausenden Menschen das Leben und versuchte anschliessend, das Land wieder zu versöhnen. Dreissig Jahre nach dem Dayton-Abkommen sind die Gräben immer noch tief.

Portraitfoto von Jakob Finci
«Wir müssen uns miteinander arrangieren»: Jakob Finci in Sarajevo.

Die Sache mit der Versöhnung, sagt Jakob Finci, sei kompliziert. Im Christentum möge es reichen, um Vergebung zu bitten und Abbitte zu leisten. «Im Judentum hingegen, genau wie im Islam, ist es notwendig, dass die andere Seite die Bitte um Vergebung auch annimmt.» Der Mann, der das sagt, hat sein Leben dem Versuch gewidmet, ein ganzes Land zu versöhnen. Sein Land, Bosnien-Herzegowina.

Um diesen Artikel zu lesen, haben Sie drei Möglichkeiten:

Jetzt die WOZ abonnieren Login (für Abonnent:innen) App laden und Einzelausgabe kaufen