Europäische Union: Deregulierung geht vor
Im Kampf um Einfluss justiert Europa wirtschaftspolitisch nach. Gegenüber Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit bleiben soziale und ökologische Aspekte auf der Strecke.
Was die ökonomische Ausrichtung der EU angeht, war die letzte Woche von wegweisender Bedeutung: Zunächst fand in Antwerpen die dritte Auflage des Europäischen Industriegipfels statt. Protagonist:innen wie Emmanuel Macron und Friedrich Merz gelobten wirtschaftliche Reformen und Deregulierung, um Europas Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen betonte in ihrer Eröffnungsrede, dabei sei «höchste Eile geboten». Im Kampf um «unseren Platz in der neuen Weltwirtschaft» müsse man «gemeinsam einen überzeugenden Business Case vorlegen, damit Sie sich für Europa entscheiden», wandte sie sich an die Branchenvertreter:innen.