Berner Wahlen : Gemischte Gefühle
Es lässt sich weder wegdiskutieren noch schönreden: Das Parlament des Kantons Bern ist letzten Sonntag noch weiter nach rechts gerückt. So hat die SVP um 3,5 Prozentpunkte zugelegt und liegt nun bei einem Wähler:innenanteil von knapp 30 Prozent. Und als wären sieben zusätzliche SVP-Sitze nicht schlimm genug, hat auch noch die EDU zwei neue Mandate geholt. Die Sitzgewinne von rechts gingen zulasten der Mitteparteien: So verloren EVP und Die Mitte trotz moderater Verluste beim Wählerinnen:anteil gleich sieben Sitze. Der Rechtsrutsch wird im bürgerlich dominierten Kanton sicht- und spürbar sein: etwa durch eine noch unsozialere Politik, die wie bisher auf dem Rücken von marginalisierten Personen, Frauen oder Geringverdiener:innen ausgetragen werden wird.