Unter der Haut Extrem physisch: Die filmischen Grenzerfahrungen des Sensory Ethnography Lab

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In ihren Filmen gehen sie regelmässig an die Grenzen des Menschlichen – und gerne auch darüber hinaus: Véréna Paravel und Lucien Castaing-Taylor vom Sensory Ethnography Lab der Universität Harvard. Vor zehn Jahren in Locarno entführten sie uns in «Leviathan» auf einen Fischkutter, ihre neuste Forschungsreise führt jetzt ins Spital und in die unbekannte Welt unseres Körpers. Dabei ist «De Humani Corporis Fabrica» auch ein Film darüber, was unser Blick aushält und weshalb wir vor manchem lieber die Augen verschliessen. Die unheimlich passgenaue Ergänzung dazu liefert der kanadische Regieveteran David Cronenberg mit seiner jüngsten Körperfantasie: In «Crimes of the Future» entwirft er eine schmerzbefreite Gesellschaft, in der Operationen der neue Sex sind.

Ein weiterer Schwerpunkt dieses Hefts gilt neuen Regietalenten aus der Westschweiz: Wir stellen Carmen Jaquier und Fisnik Maxville vor, die je mit ihrem ersten Spielfilm an den Solothurner Filmtagen vertreten sind. Und in der Rubrik «Unterschätzt» diesmal: ein Film, der bei seiner Premiere als «The Shpritz» verspottet wurde.