Nieder mit Netflix Anatomie eines Streamingriesen

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Fotomontage von Beni Bischof: Protagonisten aus der TV-Serie «House of Cards» mit verkleinerten Köpfen
House of Cards (2015). Foto: Alamy

Netflix kauft Warner Bros., das heisst auch: Streamingriese kauft Kinogeschichte. Bei Redaktionsschluss war der 83-Milliarden-Dollar-Deal noch nicht unter Dach und Fach. Aber die Übernahme wird, sofern sie behördlich abgesegnet wird, die globale Filmwirtschaft weiter planieren. Warum das so ist, erfahren Sie in diesem Heft.

Als weltweiter Marktführer unter den Streamingdiensten ist Netflix längst zur Chiffre geworden. Als Inbegriff des Streamingzeitalters steht die Firma für die durchschlagende Privatisierung des Filmkonsums – und für eine algorithmische Entleerung der Filmkultur. Das ist kein Vorurteil: Der Konzern hat sich diesen Ruf hart erarbeitet, wie der US-Autor Will Tavlin in diesem Heft zeigt. So gründlich, wie das sonst noch nirgends zu lesen war, führt er vor Augen, wie Netflix seine Marktmacht aufgebaut hat. Vor einem Jahr im US-Magazin «n+1» erschienen, hat sein grosser Essay seither nichts von seiner Gültigkeit verloren.

Zu den Bildern:

Die Serie «Flixnix» zur Titelgeschichte kommt von Beni Bischof. Per Photoshop und mit fingierten Untertiteln greift er in Filmszenen ein – und verwandelt Kitsch und Langeweile in Absurdität. Bekannt geworden ist der 49-jährige Künstler vor allem durch seinen subversiven Umgang mit Bild- und Textzitaten aus Alltag, Werbung und Populärkultur.

www.benibischof.ch

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