Nr. 32/2012 vom 09.08.2012

Basels architektonischer Leuchtturm

Von Jan Jirát

Basel erhält demnächst ein neues architektonisches Wahrzeichen. Verantwortlich zeichnet diesmal nicht das renommierte Architektenduo Herzog / de Meuron oder der Pharmariese Novartis, der sich jüngst einen eigenen Campus am Rheinknie erschaffen hat. Selbst der umtriebige Basler Stadtentwickler Thomas Kessler, der sonst nie fehlt, wenn ein Ort «fit» gemacht wird, hat für einmal seine Finger nicht im Spiel.

Die Rede ist vom sogenannten Blackboxx-Erweiterungsbau an der Freiburgerstrasse 36 auf der Kleinbasler Seite. Die internationale Verknüpfung des Projekts, das unter dem Motto «Wir bauen ein Ding aus Zeugs» läuft, ist unbestritten: In unmittelbarer Nähe liegt ein Bundesempfangszentrum für Asylsuchende und praktischerweise auch gleich ein Ausschaffungsgefängnis. Ein wenig Aufwertung kann da nicht schaden. Wichtig ist den UrheberInnen des Blackboxx-Erweiterungsbaus, die weder über «schlechtbezahlte PraktikantInnen» noch über «grosse Kapitalströme» verfügen, der Weg und nicht das Ziel. «Ob am Ende etwas stehen wird, ist uns egal. Wichtig ist dieser Prozess der Raumgestaltung als Resultat eines demokratischen Prozesses.» Das Repräsentationsarchitektur-Projekt läuft noch bis zum nächsten Freitag, 18. August 2012. Mitaufwerten ist erwünscht.

Wenn Ihnen der unabhängige und kritische Journalismus der WOZ etwas wert ist, können Sie uns gerne spontan finanziell unterstützen:

Unterstützen Sie die WOZ als Ganzes mit einer Flattr-Spende.

Spenden mit Flattr

Drücken Sie ihr Interesse am Text Basels architektonischer Leuchtturm aus und tätigen Sie eine spezifische Flattr-Spende.

Spenden mit Flattr