Nr. 07/2014 vom 13.02.2014

Wenn das Gras dem Gift trotzt

Von Bettina Dyttrich

In den USA sind sie ein riesiges Problem: die sogenannten Superunkräuter. Sie sind gegen die Herbizide, mit denen sie bekämpft werden, resistent geworden (siehe WOZ Nr. 4/14). Zu den häufigsten Wirkstoffen in der Unkrautbekämpfung gehört Glyphosat, enthalten etwa im Herbizid Roundup des US-Konzerns Monsanto. Glyphosat schädigt die Embryonen von Amphibien und steht im Verdacht, auch für Menschen schädlich zu sein, ist jedoch in der Schweiz zugelassen.

Nun sind erstmals auch hierzulande Resistenzen gegen Glyphosat nachgewiesen worden: In einem Weinberg im Kanton Waadt, der fünfzehn Jahre lang mit dem Unkrautbekämpfungsmittel Roundup gespritzt wurde, wächst das Raygras trotz Gift munter weiter. ExpertInnen der eidgenössischen landwirtschaftlichen Forschungsanstalten Agroscope empfehlen als Gegenstrategie, die Herbizide regelmässig zu wechseln. Es gäbe noch eine bessere Strategie: Biolandbau.

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