Nr. 43/2014 vom 23.10.2014

Kann man den Krach in sich stoppen?

Mein Thema ist die Militarisierung. Ich will menschliches Leid und Erfahrungen durch kompromisslosen Sound spürbar machen. Das kann ich nicht kontrollieren: Der Krach will einfach aus mir raus. Er entsteht aus einem Mix aus experimentellen Stimm- und Mikrofontechniken, analoger Elektronika und manipulierten Feldaufnahmen.

Ich produziere aber auch Radiostücke. Im Stück «One Blanket Lost» über die Zwangsprostitution von Nigerianerinnen beeinflussten die Frauen meine Arbeit sehr stark – ihre Art, Geschichten zu erzählen, und ihr Gesang. In Israel will ich meine Musik und meine Radiostücke unter die Jugendlichen bringen. Sie müssen alternative Informationen hören, bevor sie ins Militär eingezogen werden.

Meira Asher lebt als Noisekünstlerin und Friedensaktivistin in Israel.

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