Nr. 16/2016 vom 21.04.2016

Schluss mit den alten Männern?

Von Toni Keppeler

Fidel Castro war 79 Jahre alt, als ihn im Mai 2006 eine Krankheit zum vorläufigen und zwei Jahre später zum endgültigen Rückzug aus seinen Ämtern zwang. Sein Bruder Raúl, im Mai 2006 auch schon fast 75 Jahre alt, übernahm. Am 3. Juni wird Raúl seinen 85. Geburtstag feiern, noch immer als Staats- und Parteichef. Doch mit der Herrschaft der alten Männer soll nun Schluss sein. Beim Parteitag der KommunistInnen kündigte Raúl Castro an, es werde jetzt eine Altersgrenze geben: Wer mit sechzig Jahren noch nicht ins Zentralkomitee der PCC aufgenommen worden ist, soll es auch nicht mehr werden. Und mit spätestens siebzig, nach zwei Amtsperioden, sollen auch die Letzten in Rente gehen. Raúl Castro wird also der letzte greise Regent der sozialistischen Insel sein. Zwei Jahre noch, sagte er, dann werde er sein Amt als Staatschef niederlegen. Zum Parteichef aber wurde er am Dienstag für weitere fünf Jahre gewählt. Miguel Díaz-Canel, derzeit der wahrscheinlichste Nachfolger, ist 55 Jahre jung.

Wenn Ihnen der unabhängige und kritische Journalismus der WOZ etwas wert ist, können Sie uns gerne spontan finanziell unterstützen:

Überweisung

PC-Konto 87-39737-0
BIC POFICHBEXXX
IBAN CH04 0900 0000 8703 9737 0
Verwendungszweck Spende woz.ch