Nr. 41/2016 vom 13.10.2016

Zürich–Diyarbakir

Von Sarah Schmalz

«Mehr Solidarität mit Diyarbakir!» fordert ein Zürcher Solidaritätskomitee. Letzte Woche lud es die zwei KobürgermeisterInnen Diyarbakirs in die Schweiz ein. Die kurdische Stadt in der Südosttürkei befindet sich im Krieg: Grosse Teile sind zerstört, 23 000 BewohnerInnen wurden vertrieben.

Ein Postulat der Zürcher Gemeinderätinnen Ezgi Akyol (AL) und Rebekka Wyler (SP), das eine Städtepartnerschaft mit Diyarbakir verlangte, war vom Stadtrat jedoch abgelehnt worden: In kriegerischem Umfeld seien die Voraussetzungen dafür nicht gegeben.

Unter der geänderten Bezeichnung «Brückenschlag» wurde der Vorstoss inzwischen noch einmal eingereicht. Die Partnerschaft mit Diyarbakir, betonen die Postulantinnen, solle vom Gedanken der zivilgesellschaftlichen Zusammenarbeit und der Förderung der Demokratie geleitet sein. Parallel dazu strebt das Solidaritätskomitee einen verstärkten persönlichen Austausch an.

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