Graubünden : Nein zur Olympiade

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Die StimmbürgerInnen im Bündnerland haben am Wochenende nach 1980 und 2013 zum dritten Mal gegen Olympische Winterspiele im Kanton votiert. Eine Kampagne der bürgerlichen Parteien, der Regierung, der Wirtschaftsverbände und der Medien, die solche Spiele für 2026 vorsahen, lief ins Leere. Ein spezieller Abstimmungskommentar wird die OlympiagegnerInnen im Nachhinein noch bestärken. FIS-Präsident und IOC-Mitglied Gian Franco Kaspar kanzelte die BündnerInnen nämlich ab: «Das ganze Jahr über nur jammern, und wenn man einmal etwas machen kann, dann sagt das Stimmvolk so deutlich Nein. (…) Das Abstimmungsresultat ist nicht akzeptabel.»

Als einzige politische Kraft hatten sich im Vorfeld Umweltorganisationen, Linke und Grüne gegen die Spiele ausgesprochen. Doch selbst die grossen Wintersportorte St. Moritz und Davos verwarfen den 25-Millionen-Kredit für die Kandidatur nun deutlich. Olympia, das lehrt die Erfahrung, hinterlässt von der öffentlichen Hand finanzierte Bauruinen und Schulden der öffentlichen Hand. Die Gewinne streicht jeweils das IOC ein.