Nr. 41/2020 vom 08.10.2020

Freie Sicht aufs Nachbarland

Von Stephan Pörtner

Das Nachbarland, an Attraktionen reich, war im letzten Jahrzehnt dem eigenen Erfolg zum Opfer gefallen und von Reisenden aus allen Erdteilen dermassen überrannt worden, dass hartgesotten sein musste, wer sich den Besuch der reizvollen Städte und Museen noch antat. Die von einer sanitären Krise niedergestreckte Reisetätigkeit der Massentouristen und Touristenmassen bot unverhofft Gelegenheit, doch noch in diesem Leben eine Kulturreise in jene Gegend zu unternehmen und sich dabei vorzukommen wie in den siebziger Jahren, als das rückblickend erträgliche Reiseaufkommen schon einige Bedenken ausgelöst hatte. Die eigene Bildungslücke zeigte sich, als die Reise unvermutet durch einen nicht enden wollenden Industriegürtel führte.

Stephan Pörtner ist Krimiautor («Köbi der Held», «Stirb, schöner Engel», «Mordgarten») und lebt in Zürich. Letzten Herbst ist sein neuster Köbi-Krimi, «Pöschwies», im Bilgerverlag erschienen. Für die WOZ schreibt er Geschichten, die aus exakt 100 Wörtern bestehen. Eine Auswahl unter dem Titel «100 Mal 100 Wörter» sowie «Mordgarten» und «Pöschwies» sind im WOZ-Shop www.woz.ch/shop als Buch erhältlich.

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