Nr. 47/2021 vom 25.11.2021

Pandemie befeuert Klimakrise

Von Stephan Pörtner

Und was wäre, wenn es am Schluss gar nicht um die Pandemie, die Massnahmen dagegen oder die Impfung ginge, sondern darum, jegliche staatliche Intervention, jede gesellschaftliche Verantwortung, jede Solidarität mit Gefährdeten derart und nachhaltig in Verruf zu bringen und zu beschädigen, dass sie auch für kommende, grosse und drängende Probleme wie die Klimakrise gar nicht mehr in Betracht gezogen werden könnten, sondern jeder Lösungsversuch auf Eigenverantwortung, individuellem Handeln und Urteilen sowie einem unverbrüchlichen Recht auf uneingeschränkten Konsum, in diesem Kontext als Freiheit definiert, fussen müssten? Wäre man, wenn man sich diese Frage stellte, einer weiteren Verschwörungstheorie aufgesessen oder bloss paranoid?

Stephan Pörtner ist Krimiautor («Köbi der Held», «Stirb, schöner Engel», «Mordgarten») und lebt in Zürich. Im Herbst 2019 ist sein neuster Köbi-Krimi, «Pöschwies», im Bilgerverlag erschienen. Für die WOZ schreibt er Geschichten, die aus exakt 100 Wörtern bestehen. Eine Auswahl unter dem Titel «100 Mal 100 Wörter» sowie «Mordgarten» und «Pöschwies» sind im WOZ-Shop www.woz.ch/shop als Buch erhältlich.

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