Israel vor den Wahlen: Bewegung für die Knesset
Können die Friedensaktivist:innen von Standing Together auch institutionell politisieren? Unterwegs im Guerillawahlkampf einer linken Partei, die es vor drei Monaten noch gar nicht gab.
Können die Friedensaktivist:innen von Standing Together auch institutionell politisieren? Unterwegs im Guerillawahlkampf einer linken Partei, die es vor drei Monaten noch gar nicht gab.
Bisher lebten in Jaffa Palästinenser und Jüdinnen friedlich Tür an Tür. Jetzt wagen sich die Menschen kaum mehr auf die Strassen. Und sie erzählen von der Angst vor ihren NachbarInnen.
Wieder einmal werden in Israel und im Gazastreifen Tote gezählt und Kinderleben gegeneinander aufgewogen. Doch etwas ist diesmal anders.
Während Israel seine Impfkampagne feiert, kommt die Bekämpfung der Pandemie in den palästinensischen Gebieten nur schleppend voran. Ein Besuch im Westjordanland, wo der Lockdown schon vor Corona Alltag war.
Noch immer wartet Israels Premierminister Benjamin Netanjahu auf grünes Licht aus den USA, um das Jordantal zu annektieren. Nicht nur PalästinenserInnen fühlen sich davon bedroht – auch wenn derzeit alles im Zeichen von Corona steht.
In Israel wird das dritte Mal innert eines Jahres gewählt – und während sich die Konservativen im Patt gegenüberstehen, ist die Linke machtlos. Unterwegs mit zweien, die dem Stillstand im Land trotzen.
Sie sind vor dem Regime in Eritrea oder vor dem Bürgerkrieg in Darfur geflohen. Jetzt leben sie in Israel, wo es für afrikanische Flüchtlinge praktisch unmöglich ist, Asyl zu erhalten. In einem Sportklub im Süden Tel Avivs erlaufen sich einige von ihnen die Anerkennung, die ihnen die Regierung verwehrt.
Die DrusInnen auf den von Israel besetzten Golanhöhen sind im Herzen immer noch SyrerInnen, auch wenn viele noch nie auf der anderen Seite des Grenzzauns waren. Seit fünfzig Jahren leben sie in einem Provisorium.