Martina Süess


Lebensreform: Wo kippen die Ideale in Ideologien?

Als Veganer:innen noch die Vormundschaft drohte: Die Historikerin Iris Blum fördert aus den Archiven der Ostschweiz Überzeugungen zutage, die aktuell anmuten und nicht Antworten, sondern Anstoss zu Debatten liefern.


A. L. Kennedy: Welt­verbesserung am Abgrund

Die schottische Schriftstellerin A. L. Kennedy hält in zwei neuen Büchern faschistischen Reinheitsfantasien eine Ästhetik des Gesprenkelten entgegen.



Literatur: Mann ringt mit sich

Heinz Helles «Wellen» ist eine verblüffende Neuauflage des Bildungsromans in den letzten Tagen des Patriarchats.


Medizin: Wer hat Angst vor der gesunden Frau?

Vielleicht eines der wichtigsten Bücher der Gegenwart: Elinor Cleghorn schreibt die Geschichte der Medizin neu und zeigt, wie tief deren historischer Sexismus bis heute nachwirkt.


«Meine Schwiegermutter, der Mondmann und ich»: Paarungsmechanismen in Zürich

Das Tagebuch als Grundlage: Brigitte Helbling erzählt in ihrem Buch von ihren Vorfahren, reflektiert den Umgang mit Quellen und setzt sich mit Fragen von Autor:innenschaft und Geschlecht auseinander. Ein Glücksfall für die Literatur.



«Loving Highsmith»: «Sie ist ja eine Spezialistin für Abgründe»

Wer war Patricia Highsmith? Eva Vitija wollte in ihrem persönlich gehaltenen Dokumentarfilm nicht einfach die bekannte kratzbürstige Misanthropin zeigen. Im Austausch mit drei Exgeliebten entdeckte sie ganz andere Facetten der weltberühmten Autorin.


Verlegerinnen: «Das ist ein feministischer Akt der Selbstbefähigung»

Noch immer haben Frauen im Literaturbetrieb einen schweren Stand. Nicht nur darum haben Jil Erdmann und Katrin Sutter eigene Verlage gegründet. Ein Gespräch über das Büchermachen in einer Tieflohnbranche, cholerische Männer und die Notwendigkeit, so viele Perspektiven wie möglich zuzulassen.