Kampf ums Klima : «Anderswo sind wir schon viel weiter»

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Der fossile Kapitalismus lasse sich eher von den Rändern her bezwingen, sagt der argentinische Aktivist Esteban Servat. Mit der Initiative «Debt for Climate» glaubt er, einen wirksamen Hebel gefunden zu haben.

WOZ: Herr Servat, wofür steht in Ihren Augen der Kampf um Lützerath?

Esteban Servat: Lützerath ist zu einem wichtigen Symbol für die Klimagerechtigkeitsbewegung in Deutschland, ja in ganz Europa geworden. Es steht dafür, dass der Kampf ums Klima am besten funktioniert, wenn er an einem realen Ort stattfindet, wenn er also lokal verankert ist. Gleichzeitig sendet die vollzogene Räumung ein trauriges Signal an die Welt: Die deutsche Regierung, ausgerechnet unter Beteiligung der Grünen Partei, hat Lützerath gewaltsam geopfert. Was kann man vom Rest der Welt erwarten, wenn das mächtigste Land Europas mit einem solchen Beispiel vorangeht?

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