ÖV-Preise: Auch das noch

Nr. 14 –

Das «Entlastungspaket» von Sparministerin Karin Keller-Sutter wird zur Dauerbelastung. Die Bahn bräuchte mehr, nicht weniger Geld, schliesslich sollen bis 2050 drei Millionen Reisende täglich den Zug nehmen, das ist fast eine Verdoppelung zu heute. Der Ausbau und der Unterhalt der Infrastruktur werden tendenziell teurer. Dennoch hat der Bund die Ausgaben für den öffentlichen Verkehr gekürzt – bis 2029 um fast 400 Millionen Franken, die Hälfte davon beim Fonds für Unterhalt und Ausbau der Bahninfrastruktur.

Jetzt werden die Reisenden zur Kasse gebeten: Am Dienstag hat die für die Tarife verantwortliche Alliance Swisspass einen Preisaufschlag um fast 4 Prozent per Ende 2026 angekündigt. Viel weiss man noch nicht über die Ausgestaltung der Tariferhöhungen, die Details sollen diesen Frühling bekannt gegeben werden. Letztes Mal, das war 2023, erhöhte die Alliance Swisspass die Tarife der 2. Klasse um 4,8, jene der 1. Klasse aber nur um 1,9 Prozent. Es ist noch abzuwarten, ob die Erhöhung dieses Mal wenigstens solidarischer ausfällt. Immerhin: Die Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien würden «gar nicht oder nur geringfügig teurer», heisst es in der Medienmitteilung.

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