Nr. 33/2012 vom 16.08.2012

«Unsere Träume sind wie eine Luftblase zerplatzt»

Fast jeder vierte Jugendliche in der Europäischen Union hat keinen Job. An den Rändern des Kontinents ist die Situation besonders dramatisch – drei Porträts aus Griechenland, Spanien und Irland.

Von Theodora Mavropoulos (Athen), Dorothea Wuhrer (Sevilla) 
und Ralf Sotscheck (Dublin)

Martín Rodríguez im heissen Sevilla: «Ich kann es schon verstehen, wenn ein Vater oder eine Mutter Essen für die Kinder klaut.» Foto: Domingo Barranquero

In unseren Augen sind es oft nur abstrakte Prozentzahlen: 24, 22, 15. So viele arbeitsfähige Menschen stehen derzeit in Spanien, Griechenland beziehungsweise Irland ohne Arbeit da.

2007 hatten die Arbeitslosenquoten bei je 8, in Irland gar bei 4,5 Prozent gelegen. Dann platzte die Finanzblase – über Jahre hatten die Banken fast blind Konsum- und Immobilienkredite vergeben und auf den Finanzmärkten spekuliert. Kurz darauf sprang die Krise auf die Realwirtschaft über. Die wirtschaftliche Nachfrage brach ein, die Auftragsbücher der Unternehmen begannen sich zu leeren, die Investitionen zu sinken – und die ersten Stellen fielen dem Rotstift zum Opfer.

Karte: Die Arbeitslosenquoten der 15- bis 24-Jährigen in Europa (EU/Efta), März 2012. (Quelle: Eurostat; Grafik: WOZ)

Sally Robinson im Nationalfriedhof, Dublin: «Für immer weggehen könnte ich nicht.» Foto: Ralf Sotscheck

2010 war dann aus der Finanzkrise eine Staatsschuldenkrise geworden: Während mit der schrumpfenden Wirtschaft den Staaten die Steuereinnahmen wegbrachen, schnellten die Sozialausgaben in die Höhe. Und schliesslich kam es zum Kahlschlag: Um die Schulden in den Griff zu bekommen, begannen Europas Regierungen, ihren Haushalt an allen Ecken zu kürzen. Damit wurde die Krise verschärft, die Arbeitslosigkeit nimmt seither kontinuierlich zu.

Besonders betroffen sind die Jungen: In Spanien und Griechenland stehen über 50, in Irland immerhin 30 Prozent der Jugendlichen auf der Strasse. Welche Geschichten stecken hinter diesen Zahlen? Die WOZ hat in Athen, Dublin und Sevilla jugendliche Arbeitslose nach ihrem Leben gefragt.

Giorgos Papagikas (25), 
Griechenland

Giorgos Papagikas vor der Akropolis: «Ich habe ein Dach über dem Kopf und genug zu essen.» Foto: Raphael Kominis

Giorgos Papagikas ist einer dieser jungen Arbeitsuchenden. Der 25-jährige Grieche sitzt in einem Café in der Altstadt Athens und nippt an seiner Limonade. Wenn Papagikas erzählt, versucht er, möglichst treffende Worte zu finden, um zu erklären, was es bedeutet, ein junger Arbeitsloser im Krisenstaat Griechenland zu sein, der «aus einer Mittelschichtfamilie stammt». Papagikas gehört zu jenen Jugendlichen, die trotz abgeschlossenen Hochschulstudiums ohne Arbeit sind. Letztes Jahr hat er sein Architekturstudium beendet.

Viel bringt ihm dieser Abschluss nicht. Jeder dritte Hochschulabsolvent im Land wird derzeit in die Arbeitslosigkeit entlassen. «Natürlich ist mir bewusst, dass ich hier in Griechenland in diesen Zeiten noch verhältnismässig Glück habe», sagt der gebürtige Athener. «Ich habe ein Dach über dem Kopf und genug zu essen.» Für immer mehr Leute sei das nicht der Fall. Papagikas hält kurz inne: «Doch der entscheidende Punkt ist: Die wirtschaftliche Krise verbaut uns jungen Leuten die Zukunft. Sie raubt uns die Perspektiven.»

Perspektiven. Damit meint Papagikas vor allem die festen Anstellungen, die derzeit fehlen. Immer mehr Arbeitsplätze fallen der kontinuierlich schrumpfenden Wirtschaft zum Opfer. Auch viele Architekturbüros mussten schliessen. «Mittlerweile ist es für uns Architekten nahezu ausgeschlossen, eine Anstellung zu finden. Mit viel Glück findest du in einem Büro eine Stelle als Handlanger. Wir haben also überhaupt keine Chance, das Gelernte anzuwenden.» Dabei habe man noch vor wenigen Jahren einen extremen Aufschwung verspürt. Der ansonsten ruhige junge Mann gestikuliert plötzlich mit den Händen: «Doch unsere Träume sind wie eine Luftblase zerplatzt.»

Der junge Grieche, der nach seinem Hochschulabschluss vor einem Jahr den obligatorischen Militärdienst leisten musste, steht noch am Anfang seiner Arbeitssuche. «Freunde haben mir allerdings schon gesagt, dass ich einen langen Atem brauche.» Papagikas lacht bitter. Bereits jetzt bekommt er zu spüren, was es bedeutet, abhängig zu sein. «Ich musste erst einmal zurück zu meinen Eltern ziehen. Das ist schon ein komisches Gefühl – ein Rückschritt. Ich bin immerhin noch jung. Doch es gibt mittlerweile viele Überdreissigjährige, die eine Familie gründen möchten, aber entlassen wurden und nun zurück ins Elternhaus ziehen mussten.»

Mit den letzten Sparbeschlüssen der Regierung wurde das Arbeitslosengeld auf 359 Euro pro Monat gesenkt. Diesen Betrag erhalten Arbeitslose ein Jahr lang – dann fallen sie durch die Maschen, weitere staatliche Leistungen gibt es nicht. Seit dem Beschluss der Troika (der EU-Kommission, der Zentralbank und des Internationalen Währungsfonds), alle Branchentarifverträge ausser Kraft zu setzen, gibt es auf dem Arbeitsmarkt zudem keine kollektiven Tarifvereinbarungen für ArbeiterInnen mehr. Viele ArbeitgeberInnen drücken ihre Löhne nun auf den Mindestsatz.

Immer mehr junge GriechInnen sehen ihre Zukunft mittlerweile ausserhalb Griechenlands. Auch Papagikas überlegt, ins Ausland zu ziehen. Der junge Mann spricht fliessend Englisch und Französisch. «Daher würde ich etwa nach England oder Frankreich gehen.» Er schaut etwas verlegen zur Seite. «Doch eigentlich möchte ich hier überhaupt nicht weg. Ich liebe mein Land. Auch meine Freunde, die überlegen ins Ausland zu gehen, machen das nur, weil sie sich eine Anstellung erhoffen. Das ist schon traurig.» Einige von ihnen haben wie Papagikas vor kurzem die Universität verlassen, anderen wurde gekündigt. Doch Papagikas gibt die Hoffnung nicht auf. Zudem sei er der Ansicht, dass die jungen Leute Verantwortung für ihr Land übernehmen sollten, statt es zu verlassen. «Wir sind doch die Zukunft des Landes.»

Ob er sich demnächst auch auf dem Arbeitsamt anmelden wird? «Ja, melden muss ich mich da schon. Aber eigentlich läuft hier eh alles über Kontakte.» Der junge Mann lächelt leise und trinkt den letzten Schluck aus seinem Glas.

Martín Rodríguez (22), 
Spanien

Seine derzeitige Situation versucht Martín Rodríguez mit zwei Wörtern zu beschreiben: «Unsicherheit. Und Zukunftsangst.» Der 22-jährige Sevillaner, den die WOZ in einem Strassencafé im Stadtteil Triana trifft, sucht nun bereits seit über einem Jahr einen Job. Egal was, egal wo und egal zu welchem Gehalt. Zirka fünfzig Bewerbungen lässt er monatlich raus. Auf versandte Bewerbungen hat er noch nie eine Antwort erhalten. Gehe er persönlich vorbei, höre er immer wieder dasselbe: «Dass an Neueinstellungen nicht zu denken sei, dass sie nicht wissen, wie lange ihr Laden noch durchhalte, oder dass sie schon 500 Bewerbungen unter dem Ladentisch hätten.»

Rodríguez ist einer von knapp einer Million junger SpanierInnen, die keinen Job haben. Das ist jeder Zweite. In Andalusien, wo Rodríguez lebt, liegt die Arbeitslosenquote der 16- bis 25-Jährigen gar bei 63 Prozent. Hat er resigniert? «Viel Hoffnung habe ich nicht», sagt der junge Spanier, «aber Aufgeben bringt mich auch nicht weiter.»

Vor vier Jahren, als hierzulande noch niemand von einer Wirtschaftskrise sprach, brach Rodríguez ein Jahr vor dem Abitur seine Ausbildung ab. «Ich hatte keine Lust auf ein Studium, wollte mein eigenes Geld verdienen und mit meiner Freundin zusammenziehen.» Er fand zwar nur Stellen als Kellner, aber wenn er sechs Tage die Woche im Schichtbetrieb arbeitete, kam er mit Trinkgeld auf rund 900 Euro im Monat. Das reichte zum Leben. Bis er vor gut einem Jahr seinen Job verlor. La Buhaira, das Restaurant, in dem er zuletzt gearbeitet hat, reduzierte aufgrund fehlender Kundschaft die Öffnungszeiten. War es bisher von 8 bis 24 Uhr offen, schloss das Lokal nun um 16 Uhr. Die sechs Angestellten wurden entlassen, nur das Besitzerpaar ist übrig geblieben.

Da Rodríguez die meiste Zeit seiner drei Arbeitsjahre jobbte, ohne jemals einen Arbeitsvertrag zu unterschreiben, erhielt er nur vier Monate Arbeitslosenhilfe. Dann sah er sich gezwungen, zu seiner Familie zurückzuziehen – obwohl sie kaum Geld hat, um noch jemanden zu ernähren: Die Rodríguez’ sind eine von derzeit 1,7 Millionen Familien in Spanien, in denen alle Mitglieder arbeitslos sind. Enrique, der zwei Jahre jüngere Bruder, hat vor einem Jahr die Matura gemacht und sucht seither erfolglos einen Job oder eine Ausbildungsstelle. Die Mutter, eine gelernte Sekretärin, sucht seit vier Jahren eine Arbeit. Zunächst bezog sie Arbeitslosenhilfe, seit zwei Jahren schlägt sich die 53-Jährige mit monatlich 426 Euro Familienhilfe durch. Bisher hat das gereicht, da ihre Fünfzigquadratmeterwohnung abbezahlt ist und ihr Lebenspartner bis vor kurzem eine Anstellung hatte. Vor einem Monat erhielt aber auch er die Kündigung: Der 58-Jährige verlor seinen Job als Hausmeister, weil die Firma langjährige Angestellte durch billigere Arbeitskräfte ersetzte. Seit der jüngsten Arbeitsmarktreform von letztem Frühling ist das legal – und gang und gäbe. Nun verfügt die vierköpfige Familie monatlich noch über rund 1200 Euro.

Am Abend und an den Wochenenden trifft Martín Rodríguez Freunde. Dann setzen sie sich auf einen Platz oder ans Ufer des Gualdaquivir, Sevillas Fluss. Die Hälfte seiner Bekannten ist arbeitslos, diejenigen, die noch einen Job haben, fürchten täglich die Kündigung, und die Kollegen, die als Beamten arbeiten, verdienen deutlich weniger als vor einem Jahr. Für einen Bar- oder Cafébesuch hat kaum jemand Geld, auch Ausflüge liegen nicht mehr drin – an Ferien ist nicht zu denken.

Während wir uns unterhalten, flimmern im Fernseher des Cafés die Bilder der Ereignisse über den Schirm, die für Aufsehen sorgten: Plünderungen, sagen die einen, eine «gerechtfertigte Enteignung von Lebensmitteln», die anderen. 500 Gewerkschaftsmitglieder und SympathisantInnen des Sindicato Andaluz de Trabajadores (SAT) zogen in zwei Supermärkte, füllten mehrere Einkaufswagen mit Grundnahrungsmitteln wie Milch, Reis und Öl und verschwanden, ohne zu zahlen. Die Lebensmittel wurden zwar an Arme und Nahrungsmittelbanken verteilt, dennoch findet Rodríguez die Aktion nicht gut. «Wir können jetzt doch nicht alle tun, was uns gerade in den Kram passt.» Dann fügt er jedoch hinzu: «Ich kann es schon verstehen, wenn ein Vater oder eine Mutter Essen für die Kinder klaut – was sollen sie tun, wenn sich der Staat nicht um sie kümmert?»

In der Hauptstadt von Andalusien sind überall hungrige Menschen zu sehen. 600 000 spanische Haushalte haben keinerlei Einkünfte mehr, 22 Prozent der SpanierInnen leben unterhalb der Armutsgrenze – für Alleinstehende liegt diese bei jährlich 7500, für Paare bei 11 300 Euro. Vor allem abends, nach der Ladenöffnungszeit, warten viele vor Supermärkten auf die Müllcontainer in der Hoffnung, darin etwas Essbares zu finden.

Martín Rodríguez würde nächstens gerne eine von der Regionalregierung finanzierte Ausbildung im Bereich Verwaltung und Finanzen beginnen. Ob das klappt, ist jedoch ungewiss. «Das kommt darauf an, ob es sich meine Familie leisten kann, mich weiter durchzufüttern.» Rodríguez’ Chancen auf eine Ausbildung stehen schlecht: Die rechtskonservative Regierung hat die Familienhilfe kürzlich auf ihre Liste möglicher weiterer Sparmassnahmen gesetzt.

Sally Robinson (23), 
Irland

Nach der Matura an einer katholischen Nonnenschule hätte sie studieren können, vielleicht etwas in Richtung Musik, denn sie ist eine hervorragende Klavierspielerin. Aber Sally Robinson wollte gleich Geld verdienen und begann eine Friseurlehre. Als einer der angestellten Friseure sein eigenes Geschäft aufmachte, ging sie mit. Doch einen Monat vor ihrer Abschlussprüfung entliess sie der Eigentümer und stellte stattdessen eine Anfängerin ein, denn er hätte Robinson nach Abschluss ihrer Lehre mehr bezahlen müssen. Robinson bekam ein Jahr lang Arbeitslosenhilfe und danach die Jobseeker’s Allowance für Arbeitssuchende, wie so viele aus ihrer Generation. Die Jugendarbeitslosigkeit ist in Irland doppelt so hoch wie der nationale Durchschnitt, sie liegt bei dreissig Prozent.

Fast 700 000 Menschen leben unter der Armutsgrenze – bei knapp vier Millionen EinwohnerInnen. Das sind 90 000 mehr als vor zwei Jahren. Und wenn nicht so viele auf das traditionelle Mittel der Auswanderung zurückgriffen, wäre die Zahl noch höher. In den vergangenen zwölf Monaten sind mehr als 40 000 IrInnen emigriert, vor allem junge Leute. Sie zogen in die klassischen Auswanderungsländer USA und Australien. Doch auch das ist nicht mehr so einfach wie früher, denn man muss eine Ausbildung nachweisen.

Für Robinson, die die WOZ auf dem irischen Nationalfriedhof Glasnevin in Dublin traf, kommt das ohnehin nicht infrage. «Ich würde gerne ein Jahr herumreisen», sagt sie, «aber dafür habe ich kein Geld. Für immer weggehen könnte ich nicht. Dafür hänge ich zu sehr an meinen Eltern, meinen Freunden und an Dublin.» Lediglich eine ihrer Freundinnen ist ausgewandert, sie arbeitet als Assistentin an einer Schule in Australien, will aber spätestens nach fünf Jahren wieder nach Irland zurückkehren. Robinson wollte eigentlich für ein Jahr zu ihr ziehen und in einem Wirtshaus oder einem Geschäft jobben. Aber nach ihrer Rückkehr hätte sie in Irland keinen Anspruch auf Unterstützung, deshalb entschied sie sich gegen Australien.

Robinson wohnt noch bei ihren Eltern in einem Haus in Finglas, einem Arbeiterviertel im Norden der irischen Hauptstadt. Auf Irisch heisst das Viertel Fionnghlas, «klarer Bach», doch ländlich ist die Gegend schon lange nicht mehr. Seit den fünfziger Jahren entstanden neue Wohnsiedlungen, um die BewohnerInnen der Innenstadt aufzunehmen, die dort Platz für Geschäftsgebäude machen mussten. Niamh Kavanagh, die Gewinnerin des Eurovision-Schlagerwettbewerbs von 1993, und Colm Meaney, der den Chief O’Brien in «Star Trek» spielt, stammen aus Finglas. Wer es zu etwas bringt, zieht aus dem Viertel weg, denn die Drogenkriminalität ist hoch. In den vergangenen zehn Jahren wurden in Finglas mehr als fünfzig Menschen bei Bandenkriegen ermordet. Robinson lebt trotzdem gerne in diesem Viertel: «Ich bin hier aufgewachsen, und ich kenne mich hier aus.»

Während des Wirtschaftsbooms ab Mitte der neunziger Jahre bis zur Finanzkrise wurden in Finglas grosse Flächen Agrarland zu Baugrundstücken umgezont. Die Stadtpolitiker, die das absegneten, haben dafür erhebliche Summen an Bestechungsgeldern kassiert. 2008 platzte die Immobilienblase, nun stehen in Irland 300 000 Häuser leer, die Preise haben sich halbiert.

Ein Haus können sich Robinson und ihr Freund, der ebenfalls bei seinen Eltern wohnt, dennoch nicht leisten. Hausbesitz ist in Irland weiter verbreitet als in der Schweiz, rund achtzig Prozent der Bevölkerung leben in Einfamilienhäusern, davon sind wiederum achtzig Prozent EigentümerInnen. Aufgrund der Finanzkrise, die von den Banken und GrundstückspekulantInnen verursacht wurde, sinkt die Zahl jedoch stetig. Viele können ihre Hypotheken nicht mehr bedienen, die Banken beschlagnahmen die Häuser.

Für Politik interessiert sich Sally Robinson nicht sonderlich, obwohl ihr Grossvater bis ins hohe Alter in der Irisch-Republikanischen Armee (IRA) aktiv war und dafür acht Jahre im Gefängnis sass. Die ständigen Kürzungen der Staatsausgaben, die besonders die NiedrigverdienerInnen und die Arbeitslosen treffen, bekommt auch sie zu spüren, das Geld ist knapp. Noch zehrt sie von einer Entschädigung, die sie erhalten hat, weil sie in einem Pub an der Bar sass, als eine Schlägerei ausbrach. Jemand warf ein Bierglas, und Robinson wurde von den Glassplittern im Gesicht verletzt. Doch bald ist das Geld aufgebraucht.

Robinson ist trotzdem optimistisch. Im Herbst will sie ein zweijähriges Studium als Erzieherin an einer Fachhochschule beginnen. Dann ist sie 24 – im Rahmen des staatlichen «Back to school»-Programms werden ihr die Studiengebühren erlassen, und sie bekommt weiterhin staatliche Unterstützung. «Ich hoffe, dass ich einen Job bekomme, wenn ich mit dem Studium fertig bin», sagt sie. «Zurzeit gibt es jedenfalls noch Bedarf an ErzieherInnen. Und wenn sich das nicht wegen des drastischen Sparprogramms der Regierung ändert, müsste es eigentlich klappen.»

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