Barbara Basting
Bildende Kunst: Die Gegenwartskunst von Afrika aus gesehen
Die Kunst gehörte in den letzten Jahrzehnten zu den Vorreitern der Globalisierung. Was in den Neunzigern als Erschliessung neuer Territorien und Märkte begann, hat einen tiefgreifenden Wandel angestossen.
Immersion: Ein prächtiger Wahrnehmungskäfig
Überall eintauchen: Der Kunst- und Eventbetrieb lockt immer häufiger mit immersiven Erfahrungen. Doch die oft hochtrabend angekündigten Angebote entpuppen sich meist als fad und sinnbefreit. Ist das alles, was Immersion zu bieten hat?
Blasen im Netz: In der Todeszone der Algorithmen
Das personalisierte Internet hat verheerende Folgen gerade auch für die Kultur. «Filterwelten» befördern einen Tunnelblick auf Klicks und Likes.
Biennale de Lyon: Opulente Geschichtswerkstatt
Als Kommentar auf die verwirrte Gegenwart, aber auch als Reflexion auf die gastgebende Stadt als historisches Handelszentrum: Die 16. Biennale von Lyon hinterlässt visuell wie konzeptuell einen starken Eindruck.
Jean-Luc Godard (1930–2022): Das Vermächtnis des JLG
Lange nach Filmen wie «À bout de souffle» oder «Le Mépris» schuf Jean-Luc Godard sein eigentliches Opus Magnum: Es sind die «Histoire(s) du cinéma» von 1997. Am Dienstag ist er mit 91 Jahren gestorben.
Biennale in Venedig: Zombie-Surrealismus an der Zeitenwende
Die Kunstbiennale bietet ein vor allem weiblich geprägtes Wimmelbild der Gegenwartskunst. Und stellt so immer auch die Frage, was wir sehen können und wollen. Die politische Aktualität hingegen scheint die Kunst erst einmal in Schockstarre versetzt zu haben.
Ai Weiwei: Die rote Linie des globalisierten Kunstbetriebs
Ai Weiweis Autobiografie ist zugleich Kunstwerk und Vermächtnis. Unsere Autorin zeichnet anhand seines faszinierenden Lebensberichts nach, wie der umstrittene chinesische Künstler als Dissident an allen Fronten unbequem bleibt. Und was das mit der Geschichte seines Vaters zu tun hat.
Venedig und die Biennale: Vom glamourösen Hotspot zum Zukunftslabor
Mit der Biennale hat Venedig im späten 19. Jahrhundert eine oft kopierte Blaupause für die Verbindung von Tourismus, Stadtmarketing und Kultur geschaffen. Ihr Erfolg trug aber auch zum Overtourism bei, unter dem die Stadt ächzte – bis dann die Pandemie kam. Nun erblühen neue Zukunftsvisionen.
«Against Creativity»: Ausweitung der Kreativitätszone
Anfällig für Interpretationen aller Art: Hinter dem omnipräsenten Boom der Kreativität lauerten Austeritätspolitik und Prekarisierung, bilanziert der Stadtgeograf Oli Mould in einer Brandschrift.