Kosovo: Das Ende hat begonnen
Kaum noch jemand glaubt, dass die Unabhängigkeit der serbischen Provinz verhindert werden kann oder die Flüchtlinge wieder zurückkehren können. Trotzdem machen die PolitikerInnen weiter wie bisher.
Kaum noch jemand glaubt, dass die Unabhängigkeit der serbischen Provinz verhindert werden kann oder die Flüchtlinge wieder zurückkehren können. Trotzdem machen die PolitikerInnen weiter wie bisher.
Nach elf Jahren der Fremdbestimmung sollen die nächsten Wahlen das Land wieder einen. Doch die multiethnische Gemeinschaft gibt es nicht mehr.
Der Entscheid fällt am 21. Mai: Bleibt der kleine Mittelmeerstaat in einer Union mit Serbien oder wird er unabhängig?
Der mutmassliche Kriegsverbrecher Ratko Mladic ist nicht aufgetaucht. Lässt die EU sich das gefallen?
Während die Verhandlungen in Wien über den endgültigen Status des Kosovo noch in vollem Gange sind, gehen die Minderheiten in der serbisch-albanischen Diskussion völlig vergessen.
Zehn Jahre nach dem Friedensschluss von Dayton ist das Land noch nicht zusammengewachsen. BewohnerInnen der bosnischen Kleinstadt Drvar erzählen, warum.
Der montenegrinische Premier hat es plötzlich sehr eilig, sein kleines Land aus der Union mit Serbien herauszulösen.
In der nördlichen Provinz Vojvodina schüren gewalttätige Banden und nationalistische Demagogen das Misstrauen zwischen den Bevölkerungsgruppen.
Der Status quo im Kosovo kann nicht mehr lange aufrechterhalten werden. Viele befürchten neue Unruhen, einige setzen sogar darauf.
Ausgerechnet beim Vorzeigeverfahren des Uno-Tribunals in Den Haag, dem Prozess gegen Slobodan Milosevic, läuft einiges schief.