Zur Situation der Frauen: «Der Druck muss von aussen kommen»

Nr. 12 –

Sie haben die Revolution getragen, nun schlagen die Militärs umso härter zurück: Für die Frauen im Sudan hat der Krieg besonders verheerende Folgen. Frauenrechtsaktivistin Niemat Ahmadi über Ausweglosigkeit und Hoffnung in einem militarisierten Land.

WOZ: Frau Ahmadi, was macht den Krieg im Sudan für Frauen und Mädchen so besonders gefährlich?

Niemat Ahmadi: Der Sudan ist für Frauen derzeit der vielleicht gefährlichste Ort auf der Welt. Insbesondere in den Gebieten, die von den RSF kontrolliert sind, werden sie Opfer systematischer Vergewaltigungen. Das beweisen Fälle in al-Dschunaina oder Zalingei, in denen Frauen entführt wurden, um sie als Sklavinnen für sexuelle Dienste und Hausarbeit zu missbrauchen. Und die Menschen haben Angst, davon zu berichten, weil sie Vergeltungsmassnahmen vonseiten der Milizen fürchten.

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