Nr. 39/2021 vom 30.09.2021

Tierhaltung: Bevormundergrüne triumphieren

Von Karin HoffstenMail an Autor:in

Grosse Freude herrschte am vergangenen Sonntag im elften Stock des Alterszentrums Chillgut an der Zürcher Europaallee. Nach knapp 43 Jahren und neun Anläufen feierten dort Jung und Alt die Annahme der Volksinitiative «Keine Massentierhaltung in der Schweiz», die den regelmässigen Auslauf ins Freie forderte – kurz: RAUS. Als ehemalige Unterstützerin schmunzelte Sibylle Berg, mit 99 Jahren immer noch hellwach, über einem Kamillentee; die 82-jährige Melanie Winiger war gesprächig wie eh und je, und für den mit 92 Jahren verstorbenen früheren Ständerat Daniel Jositsch erhob dessen Urenkelin ihr Glas.

2018 erstmals lanciert, scheiterten sämtliche Vorlagen und Gegenvorschläge zu diesem Thema am Ständemehr. Mit dem Schlachtruf «Mein Schwein gehört mir!» kämpfte die bäuerliche Bevölkerung jahrzehntelang gegen das Diktat der städtischen Bevormundergrünen. Erst als die WOZ aufdeckte, dass eine Ems-Chemie-Tochter – noch unter der früheren Chefin Magdalena Martullo-Blocher («You Dreamer, du!») – schon in den vierziger Jahren eine Clean-Meat-Produktelinie eingeführt hatte, wurde der Weg für die Initiative frei.

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