Sachbuch: Schön und gut
Der Wissenschaftsjournalist und ehemalige WOZ-Redaktor Marcel Hänggi erklärt, weshalb auch das Sprechen über die Schönheit der Bäume politisch ist.
Der Wissenschaftsjournalist und ehemalige WOZ-Redaktor Marcel Hänggi erklärt, weshalb auch das Sprechen über die Schönheit der Bäume politisch ist.
Ich bereite mich zurzeit auf die jährlichen Sommerferien in der Schweiz vor. Und auf die unvermeidliche Frage an mich Auslandschweizerin, wie es in den USA unter Trump weitergehen wird. Beim geselligen Zusammensein kann ich ja nicht einfach entnervt losbrüllen: «Wie soll ich das denn wissen?»
Auf dem Weg zu meinen Streichquartettproben komme ich jeweils an einem Hippiehaus vorbei, dessen Bewohner:innen aus ihrer Gesinnung kein Geheimnis machen. Auf ständig wechselnden farbigen Fahnen verkünden sie: Peace. Pride. Black Lives Matter. No Kings.
In Berlin, Vermont, haben die Schulferien bereits begonnen und dauern noch bis Ende August.
«Was sind das für Zeiten, wo ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen ist, weil es ein Schweigen über so viele Untaten einschliesst!» Seit den 1930er Jahren, als Bertolt Brecht im Exil in Svendborg diese berühmten Zeilen gegen arglose Naturdichtung verfasste, haben wir dazugelernt, wie wichtig
Diese Woche gab es in den USA wirklich etwas zu feiern: Juneteenth, die Befreiung der afroamerikanischen Bevölkerung aus der Sklaverei. Juneteenth ist ein Schachtelwort aus «june» (Juni) und «nineteenth» (der neunzehnte).
Am 14. Juni zelebrieren die USA dieses Jahr gleichzeitig 250 Jahre US Army, den patriotischen Flag Day (Tag der Flagge) und den 79. Geburtstag von Donald Trump. «Eine göttliche Fügung», jubelt das MAGA-Camp.
Entgeistert stand ich in den siebziger Jahren, zu Beginn meines Austauschjahrs in den USA, vor der Auslage der Unimensa: Die Rüebli waren viel zu rot, die Erbsen zu grün, die Salatsauce breiig und süss, das viereckige Brot weich wie Watte. Nichts sah aus und schmeckte wie richtiges Essen.
«Tut mir leid, dass ich Ihnen kein Flugzeug schenken kann», sagte Südafrikas Präsident Ramaphosa zu Präsident Trump bei seinem Staatsbesuch in Washington D. C.