Eben noch warnte der Autor James Bridle vor einem neuen dunklen Zeitalter, jetzt wird er in seinem neuen Werk zum Heilsverkünder. Das ist symptomatisch für die Logik eines Buchmarkts in der Krise.
Die Berichterstattung war schief. Doch das vorzeitige Ende der Intendanz am Zürcher Schauspielhaus hat andere Gründe. Eine Analyse zum Bruch und seinen Folgen.
Pop und Fernsehen feierten 1977 in den USA den Panafrikanismus, doch dessen wichtigste Wegmarke ging vergessen: das Festac 77 in Lagos. Ein Fotoband will das ändern.
Bruce Springsteen covert fünfzehn Stücke Schwarzen Soul. Sein neues Album «Only the Strong Survive» ist auch dank seiner Sorgfalt ein Lehrstück über Aneignung.
«Mainstream» ist heute ein Schimpfwort der Rechten. Und viele Linke wittern beim Wort «Mehrheitsgesellschaft» stets die Strukturen des Bösen. Ein Rettungsversuch aus der Kultur.
Die britische Feministin und Journalistin Laurie Penny untersucht in ihrem neuen Buch den rasanten Wandel der Geschlechterverhältnisse. Im Interview erläutert sie, warum wir erst jetzt einen wirklichen kulturellen Umbruch in Sachen Sex erleben – und wieso Reaktionäre sich zu Recht vor dem Feminismus fürchten.
Die Sängerin Gayle regiert die Charts, die Folkrockband Big Thief bezirzt die Kritik. Sie verbindet nichts, ausser: die Renaissance der nuller Jahre. Ist das Retro oder mehr?
Seit einiger Zeit spuken die Geister von Machtmissbrauch durch die Schauspielhäuser. Die Kunst reagiert in diesem Theaterherbst mit viel Gefühligkeit und nackter Haut.
In seinem neuen Buch erzählt WOZ-Autor Tobi Müller die Geschichte der Popmusik entlang ihrer Geräte. Die Stunde des Kopfhörers schlug nach den lauten Sixties – und zwei feinfühlige Solisten schufen die perfekte Musik für diese Einkehr. Ein Vorabdruck.