Die Auswertung der Wahlen hat für Politologin Sarah Bütikofer gerade erst begonnen. Was sich aber bereits jetzt sagen lässt: Weniger Wechselbewegungen als vielmehr die Mobilisierung von NeuwählerInnen hat diesen Sonntag zum historischen Tag gemacht.
Als Herausgeberin der Onlineplattform «DeFacto» bewegt sich Politologin Sarah Bütikofer ständig an der Schnittstelle zwischen Fachwelt und Öffentlichkeit. Analytische Schnellschüsse am Wahlsonntag findet sie allerdings unangebracht.
Noch nie war der Anteil der Kandidatinnen für den National- und Ständerat so hoch wie bei den anstehenden Wahlen. Politikwissenschaftlerin Sarah Bütikofer findet das erfreulich – versteht aber alle, für die Politik nichts ist.
Die Politologin Sarah Bütikofer findet, dass mehr Transparenz in der Bundespolitik gut und recht wäre – ohne Regulierung aber wenig bringt. Das Milizsystem existiere ohnehin bloss noch in unseren Köpfen.
Auf den griechischen Ägäisinseln steigt die Zahl der ankommenden Bootsflüchtlinge aus der Türkei wieder an. Die Situation in den überlasteten Auffanglagern wird noch dramatischer – aber der Schutz der Geflüchteten hat nirgends Priorität.
Dass die Schweizer Gewerkschaften gleich zum Generalstreik aufrufen würden, war nicht zu erwarten. Immer deutlicher zeigt sich aber, dass ihre Solidarität mit der Klimabewegung gross ist. Und das ist nicht nur hierzulande so.
Im Zentrum der Deutungsmacht: Am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Zug traf sich die Mehrheitsgesellschaft zu einem gigantischen Akt der Selbstvergewisserung – kräftig befeuert vom Schweizer Fernsehen.