Warum soll man sich das antun? Die phänomenal erfolgreiche Fantasy-Serie «Game of Thrones» reizt mit blutigen Gewaltorgien, viel nackter Haut, himmelschreienden Ungerechtigkeiten und politischen Willkürregimes. Deshalb ist sie ein realistisches Abbild unserer Zeit – und eine dystopische Schocktherapie.
In keinem Land verwickeln sich Fiktion und Realität auf so grundlegende, innige und spektakuläre Weise wie in den USA. Das hat historische Gründe, erhielt aber rund um den 11. September 2001 ganz neue Dimensionen.
Der preisgekrönte Auschwitz-Film «Son of Saul» erhält von Befürwortern und Gegnern eines Bilderverbots viel Lob – zu Recht. Aber zeugt die Begeisterung auch von einer Sehnsucht nach einem abschliessenden, historisch korrekten Spielfilm zum Holocaust?