Nach Umberto Bossis Rücktritt werden die politischen Karten in Italien neu gemischt. Trotzdem werden die neuen Gesichter einmal mehr die alten sein. Oder kommt ein neuer populistischer Unternehmer?
Die neue italienische Regierung unter Leitung des Wirtschaftsexperten Mario Monti wird keine sozialverträglichere Politik machen. Für die Lohnabhängigen könnte es in Zukunft sogar noch schwieriger werden.
Vor 150 Jahren wurde der italienische Nationalstaat gegründet. Dennoch begreifen sich die ItalienerInnen auch heute noch viel zu wenig als StaatsbürgerInnen. Warum?
Der Politikwissenschaftler Samuel Salzborn beschreibt den Antisemitismus als «negative Leitidee der Moderne», die längst ohne Juden und Jüdinnen auskommt. Stimmt das?
Die Vereinten Nationen haben 1948 festgelegt, was als Genozid zu werten ist. Der streitbare Politikwissenschaftler Daniel Goldhagen will diese Definition ausweiten – nicht zuletzt, um künftige westliche «Präventionskriege» zu rechtfertigen.
Der grossspurige Regierungschef Silvio Berlusconi schanzt sich - unter dem Protest der Opposition - ständig neue Privilegien zu. Doch die eigentlichen Probleme liegen anderswo.
Mehr Präsenz an der Basis, mehr Engagement in sozialen Konflikten, mehr politischer Streit. Die Rifondazione Comunista kennt viele Wege aus der Orientierungslosigkeit, aber keinen Konsens.
Wieder einmal ist eine Regierung gescheitert, wieder einmal tritt Silvio Berlusconi zu Neuwahlen an. Doch die Stärke der Rechten resultiert vor allem aus der Schwäche von Mitte-Links.