Andy Beckett beobachtet seit Jahren die Entwicklungen bei den britischen Tories. Das Gebaren des derzeitigen Premierministers Boris Johnson und seines Kabinetts ist für den Historiker und Journalisten Beleg für den Verfall der altehrwürdigen Partei.
Die Labour-Spitze findet in Brighton überraschend viel Zuspruch für ihren umstrittenen Kurs. Während die Partei weniger zerrissen scheint als kolportiert, wird es für Boris Johnson immer enger.
Die aussergewöhnlichen Vorgänge im britischen Unterhaus haben eine vorgezogene Parlamentswahl ein grosses Stück näher gebracht. Doch die Strategie birgt Gefahren: für Premier Boris Johnson wie auch für die Opposition.
Nächste Woche wird Exaussenminister Boris Johnson aller Voraussicht nach zum Premierminister Grossbritanniens gewählt. Dass er einen Ausweg aus dem Brexit-Chaos findet, ist fraglich. Aber auch für die Opposition würde es schwierig, von seinem Scheitern zu profitieren.
Die meisten britischen Gemeinden sind klamm. Im nordenglischen Preston wird dagegen ein Wirtschaftsmodell erprobt, das auf lokale Betriebe setzt – und damit landesweit Aufsehen erregt.
Während sowohl die Brexit-BefürworterInnen als auch dessen GegnerInnen einen Sieg bei der Europawahl für sich reklamieren, wirkt Labour-Chef Jeremy Corbyn weiterhin orientierungslos.
Die tödliche Rivalität zwischen Jugendgangs aus verschiedenen Londoner Stadtteilen hat ungeahnte Ausmasse angenommen. Oft genügt die falsche Postleitzahl, um erstochen oder abgeknallt zu werden.
Tausende AktivistInnen haben diese Woche die «Klimarebellion» ausgerufen. Ihre Bewegung ist in den letzten Monaten erstaunlich schnell gewachsen – und mittlerweile nicht mehr zu übersehen. Ein Augenschein im Zentrum der britischen Hauptstadt.
Grossbritanniens Premierministerin ist mit ihrer Brexit-Strategie gescheitert – weil sie ein «Volk» imaginierte und ihre Ersatzfamilie beschützte. Der verzweifelte Hilferuf an Labour dürfte zu spät kommen.