Wenn am kommenden Sonntag ein neues Parlament gewählt wird, könnte die extreme Rechte deutlich an Stimmen gewinnen. Ein Gespräch mit dem spanischen Philosophen César Rendueles über patriotische Mobilisierung und die Krise linker HoffnungsträgerInnen.
Klassenbewusstsein, leicht neurotisch: Anke Stellings Roman «Schäfchen im Trockenen» ist die Suada einer Berlinerin, die das neue alternative Grossbürgertum in ihrem Umfeld gnadenlos aufs Korn nimmt.
Nach dem fasnächtlichen Ku-Klux-Klan-Aufmarsch demonstrierten am Wochenende in Schwyz Hunderte gegen Rechtsextremismus. Der Gemeindepräsident aber hat weiterhin Verständnis für den «Jux».
Alles Gramsci oder was? Der britische Soziologe Perry Anderson zeichnet in einem so brillanten wie kompakten Buch die Konjunkturen des Hegemoniebegriffs nach.
Lange galt er als der grosse Unbekannte der Weltliteratur: Otto Feige alias B. Traven war im März 1919 an der Münchner Räterepublik beteiligt und landete auf verschlungenen Fluchtwegen in Mexiko, wo er am 26. März 1969 starb. Eine Spurensuche mit dem Traven-Forscher Jan-Christoph Hauschild.
Zeitungsverbot durch die Hintertür: Die baskische Zeitung «Gara» soll drei Millionen Euro an den spanischen Staat zahlen. Die Redaktion gibt sich aber nicht so leicht geschlagen.
Mit Erdöl finanzierte Sozialprogramme und Privilegien für die Mittelschicht: Die venezolanische Rentenökonomie sei selbst unter Hugo Chávez nie wirklich revolutionär gewesen, sagt der Professor für Friedensforschung und Buchautor Stefan Peters.
Bei der Stichwahl am Sonntag hat der chauvinistische Hardliner Jair Bolsonaro beste Chancen, neuer Präsident zu werden. Die reaktionäre Identitätspolitik beherrschte den Wahlkampf, die soziale Misere spielte keine Rolle.
Für die Vordenker des Liberalismus waren Freiheitsrechte stets mit Besitzrechten und dem Schutz von Eigentum verknüpft. Hier setzte die Linke im 19. Jahrhundert mit ihrer Kritik an – und dahinter darf sie heute nicht zurückfallen.