Klaus Birnstiel arbeitet als Assistent am Deutschen Seminar der Universität Basel. Er leidet an einer Muskelerkrankung, sitzt im Rollstuhl und hängt an einer Beatmungsmaschine. Und er fordert sexuelle Freiheitsrechte für Behinderte.
Die 1:12-Initiative ist die erste von mehreren Abstimmungen über wirtschaftliche Verteilungsfragen. Für die Initiativen sprechen auch ein paar gute liberale Argumente. Die WOZ hat Gerhard Schwarz, Direktor der Wirtschaftsdenkfabrik Avenir Suisse, damit konfrontiert.
Die Familieninitiative bevorzugt wohlhabende Familien und hätte massive Steuerausfälle zur Folge. Zudem torpediert sie die Gleichstellung. Dennoch stimmen ihr auch Linke zu.
Höhere Bildung ist der Schlüssel zu beruflichem Erfolg. In der Schweiz entscheiden allerdings nicht Begabung und Leistung über den Zugang zu diesem Honigtopf, sondern in erster Linie die soziale Herkunft. Chancengleichheit gibt es nicht.
Aktuelle und hängige Vorfälle in Winterthur, Zürich und Aarau zeigen: In der Schweiz sind Polizei- und Justizapparate auf Gemeinde- und Kantonsebene eng verflochten. Unabhängige Untersuchungsinstanzen für Gewalt von Polizeibeamten fehlen.
Einst verstanden sich die Schweizer Banken als Herz der Realwirtschaft, als Gewerbe, das Unternehmen mit Krediten versorgte. Über den Wandel der Bankenwelt und ihre globale Entfesselung sprechen zwei ehemalige Kader grosser Schweizer Banken mit der WOZ.
Beat Weber ist die neoliberale Logik hinter dem Verkauf des Winterthurer «Landboten» an Tamedia zuwider. Er ist der einzige Spross der Verlegerfamilie, der sich dem Verkauf des kerngesunden Unternehmens widersetzt hat und seinen Aktienanteil von knapp zehn Prozent behält. Eine Begegnung.