Mehr als zwanzig Jahre nachdem seine Holocaustmemoiren als Erfindung entlarvt wurden, tritt Bruno Dössekker alias Binjamin Wilkomirski im Dokumentarfilm «W. – Was von der Lüge bleibt» wieder öffentlich auf – und zeigt sich erstaunlich uneinsichtig.
Lange im Depot versorgt, gibt ein Fotoarchiv Einblicke in den Schweizer Kolonialhandel nach 1850. Das Archiv ist Teil der neu aufgearbeiteten ethnografischen Sammlung im Museum Heiden.
Aus guten Gründen wollte die kürzlich verstorbene Ruth Klüger nicht auf ihre Rolle als Holocaustüberlebende reduziert werden. Das Vermächtnis der Literaturwissenschaftlerin ist auch der scharfe Blick auf den Antisemitismus der Mehrheitsgesellschaft.
Reparaturen und sichtbare Nähte: Der algerisch-französische Künstler Kader Attia zeigt im Kunsthaus Zürich, wie man an koloniale Gewalt erinnern kann, ohne darüber die Zukunft zu vergessen.