Gesundheitspolitik in Brasilien: Ein seltsamer Zwischenzustand
Die Infektions- und Todeszahlen bleiben konstant hoch, aber Brasilien forciert die grosse Öffnung. Präsident Jair Bolsonaro ignoriert die Pandemie – und scheint damit Erfolg zu haben.
Die Infektions- und Todeszahlen bleiben konstant hoch, aber Brasilien forciert die grosse Öffnung. Präsident Jair Bolsonaro ignoriert die Pandemie – und scheint damit Erfolg zu haben.
Ihre Sterberate an Covid-19 ist fast doppelt so hoch wie die der übrigen Bevölkerung, ihr Lebensraum wird noch schneller abgeholzt als sonst: Wie die Indigenen Brasiliens von der Politik und der Pandemie zugleich bedroht werden.
Die Coronaquarantäne stellt die Menschen in den Favelas vor ein Problem: Wenn sie nicht arbeiten, verlieren sie ihr Einkommen. Statt auf den Staat zu warten, organisieren sie sich nun lieber selbst. Ein Streifzug.
Der Investigativjournalist Glenn Greenwald wurde in Brasilien wegen Cyberkriminalität angeklagt – obwohl ihn die Bundespolizei von genau diesem Vorwurf bereits entlastet hatte. Der Angriff zeugt von der fortschreitenden Politisierung der brasilianischen Justiz.
Neun Monate nach Jair Bolsonaros Amtsantritt sind selbst seine AnhängerInnen ernüchtert. Vor allem in Wirtschaftsfragen versagt die Regierung.
Stammeskultur gegen Mozzarellaproduzenten: Wo die Mura- Indigenen noch vor kurzer Zeit Gürteltiere jagten, zertrampeln jetzt Büffel die einstigen Urwaldböden. Die Landkonflikte vor Ort spitzen sich unter dem neuen brasilianischen Präsidenten drastisch zu.
Hacks belegen, dass Brasiliens Justizminister Sérgio Moro illegale Absprachen traf, um Expräsident Lula da Silva hinter Gitter zu bringen. Ob ihn das seinen Posten im Kabinett Bolsonaros kostet, ist allerdings ungewiss.
Über 2000 Orte in 125 Ländern: Weltweit haben am vergangenen Freitag Hunderttausende junge Menschen für eine andere Klimapolitik gestreikt. Was bewegt die Klimajugendlichen? Und wie geht es weiter? Die WOZ hat sich auf den Kundgebungen umgesehen.
War es Behördenversagen, Korruption, Schlamperei? Fest steht, dass der Dammbruch von Brumadinho ein Unglück mit Ankündigung war. Denn das verantwortliche Unternehmen, das auch Niederlassungen in der Schweiz hat, stand schon seit Jahren in der Kritik.
Bei der Stichwahl am Sonntag hat der chauvinistische Hardliner Jair Bolsonaro beste Chancen, neuer Präsident zu werden. Die reaktionäre Identitätspolitik beherrschte den Wahlkampf, die soziale Misere spielte keine Rolle.