Ein kolumbianischer Gewerkschafter hätte 2005 vor einem internationalen Tribunal gegen den Lebensmittelkonzern Nestlé aussagen sollen. Wenige Tage zuvor wurde er mit fünfzig Messerstichen zu Tode gefoltert. Jetzt soll eine Strafanzeige gegen Peter Brabeck und weitere Manager sowie gegen Nestlé klären, ob diese eine Mitverantwortung tragen.
Dagoberto Gutiérrez hat 1992 für die salvadorianische Guerilla einen Friedensvertrag unterzeichnet. Heute glaubt er, dass der Vertrag das Ende eines revolutionären Aufbruchs war.
Der Unternehmer Eduardo Kühl wurde 1979 durch einen Zufall das erste öffentliche Gesicht des revolutionären Nicaragua in Europa. Seine Geschichte zeigt viel vom Auf und Ab des Landes, in dem am nächsten Wochenende Präsident Daniel Ortega wiedergewählt wird, obwohl dies gar nicht möglich sein sollte.
650 nicaraguanische KaffeebäuerInnen haben sich im Kooperativenverband Soppexcca zusammengeschlossen. Viele von ihnen mussten vor zehn Jahren noch betteln gehen. Heute haben sie ein sicheres Auskommen – auch wegen Fair-Trade-Verträgen.
Kaum ein Dorf auf der Welt ist den Fährnissen der Natur so ausgeliefert wie San Pedro Masahuat in El Salvador: Erdbeben, Tsunamis, Vulkanausbrüche, Hurrikane, Überschwemmungen – alles hat es hier schon gegeben. Mit dem Klimawandel wird es noch schlimmer.
Die mexikanischen Grenzstadt Ciudad Juárez gilt als Welthauptstadt des Verbrechens. Hier herrscht nicht nur ein Krieg zwischen Drogenkartellen und Sicherheitskräften. Sondern eine Ordnung, in der das Recht des Stärkeren brutal und schrankenlos durchgesetzt wird.
Die Maras von El Salvador waren einst Ausdruck einer kleinkriminellen Jugendkultur. Verteufelt und verfolgt von der Regierung und Gesellschaft, wurden sie in den letzten Jahren immer professioneller. Heute fordern sie als organisiertes Verbrechen den Staat heraus.
Nach der Wahlfarce vor einem Jahr verkündete das Regime in Honduras, dass die Demokratie wiederhergestellt sei. Tatsächlich nahm die Repression aber zu. Berta Oliva kämpft seit beinahe dreissig Jahren für die Menschenrechte. Jetzt ist sie verzweifelt – denn die Welt sieht weg.
Drei ehemalige hohe Regierungsfunktionäre, darunter ein guatemaltekisch-schweizerischer Doppelbürger, flogen vor kurzem als Drogenmafiachefs auf. Politik, Justiz und Armee sind vom organisierten Verbrechen unterwandert.
Wie 33 haitianische Kinder von ihren Eltern an 11 Baptisten aus den USA übergeben wurden. Wie deren Versuch, in den Adoptionshandel einzusteigen, jedoch scheiterte. Und wie die Geschichte weiterging.